Unser kleiner Chap
Hallo da draußen!
Ich möchte mich mal kurz vorstellen: Mein Name ist Chap und ich bin jetzt 2
1/2 Jahre alt.
Mein Frauchen Jessica hat mich im Herbst 2000 gekauft. Darüber war ich wirklich
sehr froh, denn es gefiel mir in dem Laden gar nicht. Leider habe ich aber wegen
meiner Erfahrungen sehr viel Angst vor Händen. Ich kann das einfach nicht ablegen,
aber ich bin schwer am Üben.
Auf jeden Fall kam ich in eine große Wohnung und habe es gleich am ersten Abend
geschafft diese zu erkunden, bin einfach bei der nächstbesten Chance aus meinem
Käfig ausgebüchst :) War aber schon ein bisschen komisch, so viele neue Sachen
und gleich drei Menschen. Also bin ich lieber doch ganz schnell wieder zurückgegangen.
Der Käfig war ja auch sehr schön eingerichtet.
Jessica hat sich dann ganz viel um mich gekümmert, mir jeden Tag leckere Sachen
wie Erdnüsse, Äpfel und so gegeben und mit mir gespielt. Sie hat zum Beispiel
mal die Erdnuss in ihrer Faust versteckt und ich musste die dann da herausziehen,
das war ganz schön anstrengend, aber gewonnen habe ich trotzdem immer.
Draußen gab es auch ganz viel zu erleben. Da war noch ein Meerschweinchen. Muckel,
das konnte ich immer ganz wunderbar ärgern. Das hat sich ganz doll erschreckt,
wenn ich mich oben auf der Couch versteckt habe und dann plötzlich runtergesprungen
bin wenn er da lang lief. Ab und zu bin ich auch einfach in seinen Käfig reingegangen,
die Zwischenräume waren gerade breit genug, so dass ich mich da durch zwängen
konnte. Dann habe ich ihm Heu geklaut, oder sein Riesenhaus besichtigt. Aber
Muckel war davon nicht so begeistert glaube ich. Er hat mich dann meistens weggejagt.
Ansonsten hatte ich dort schöne Tapete zum Klettern und Pflanzen zum Buddeln,
was aber Jessicas Mama nicht besonders lustig fand, obwohl danach die Blume
zum ersten Mal geblüht hat. Erschrecken konnte ich alle auch wenn ich mich nach
oben verdrückt habe. An der Seite vom Flur oben war nämlich keine Tapete, sondern
Teppich, ideal zum Klettern. Aber die hatten alle immer soviel Angst, dass ich
herunterfallen könnte. Tztztz...
Was auch toll war: Es gab da massenhaft Teddys und die waren alle so schön kuschelig.
Nur jedes Mal wenn ich so richtig mit denen rumtoben wollte, wurde mir das gleich
wieder verboten, weil die handgemacht sind. Ja und? Ist doch nur noch schöner
: )
Na ja jedenfalls habe ich dann meinen eigenen Teddy bekommen.
Ab und zu klettere ich dann auch mal auf meinen Leuten herum, aber meistens
ist es viel interessanter überall rumzulaufen und immer wieder neue Sachen zu
entdecken. Ich habe nun mal meinen eigenen Kopf. Bin doch kein Streicheltier...
Irgendwann kam dann noch jemand hinzu, Jessicas Freund. Da hatte Jessica
auf einmal ganz schön wenig Zeit, weil sie dauernd unterwegs war. Aber das hat
sich zum Glück schnell wieder gelegt. Deshalb mochte ich den Neuen auch nicht
besonders. Und dann ist sie auch einfach zwei Wochen in Urlaub gefahren und
hat mich bei dem gelassen.
Er war ja doch ganz nett, hat ganz viel mit mir gespielt und so. Ich durfte
auch in seinem Zimmer laufen. Das fand ich dann ziemlich toll. Hat sie sich
schon einen Netten ausgesucht.
Zu Weihnachten habe ich einen neuen Käfig geschenkt bekommen. Der ist toll.
Doppelt so groß wie der Alte. Am Anfang war es ungewohnt, da bin ich ganz oft
heruntergefallen, weil ich das nicht einschätzen konnte. Außerdem gab es ein
neues Häuschen, ein essbares. Da habe ich mir dann gleich einen Hinterausgang
reingefuttert. Ansonsten lass ich das, möchte da schließlich drinne schlafen.
Jetzt sind wir auch mal umgezogen.
Das war ein ganz schöner Stress. Erst musste ich raus aus meinen schönen großen
Käfig in den Kleinen, da der Große im Auto nicht aufrecht transportiert werden
kann. Und dann in der neuen Wohnung wieder raus in den großen Käfig.
Und da gab es wieder so viel Neues zu sehen. Klar mein Auslauf ist kleiner geworden
und an der Tapete kann ich leider auch nicht mehr klettern, dafür aber nun an
der Couch und die ist auch so schön gemütlich, hmmm. Am liebsten würde ich da
den ganzen Tag drauf liegen und kuscheln.
Seit neustem bekomme ich das Futter immer aus der Hand. Dann warte ich am Wochenende
morgens schon immer ganz sehnsüchtig, dass einer der beiden aufsteht und mir
was gibt. Das hat auch ganz große Vorteile für mich, weil ich meistens nach
dem Füttern gleich herauskomme und wenn ich erst mal draußen herumwetze, gehe
ich so schnell nicht mehr rein. Dann zerfetz ich meinen rosa Elefanten, der
Teddy ist nämlich total leer und zerfetzt mittlerweile, laufe auf der Couch
hin und her, knabber an meinem Ast und versuche immer den einen dünnen Zweig
zu greifen, nur hängt der etwas zu hoch.
An sich kann ich mich also nicht beschweren. Ich lebe echt gut und vielleicht
überwinde ich ja auch irgendwann mal meine Angst und fange an auch auf meinen
beiden herumzutolen.
Drückt mir die Daumen!